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dm im Dialog mit Cem Özdemir über Innovation und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg
Karlsruhe, 2. Februar 2026. Die dm-Geschäftsführung hat heute Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) im dm-dialogicum in Karlsruhe zu einem offenen wirtschaftspolitischen Gespräch empfangen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle und kommende EU‑Regulierungen, die Gesundheitsversorgung, sowie zentrale Zukunftsthemen für den Wirtschaftsstandort Baden‑Württemberg.
Erster Punkt auf der Agenda: das Gesundheitsengagement von dm. Im streng regulierten deutschen Gesundheitsmarkt möchte das Unternehmen niederschwellige Präventionsangebote für Bürgerinnen und Bürger zugänglich machen. Die Deutschen werden immer älter, die Gesundheitsversorgung bröckelt. Allein 2025 schlossen mehr als 500 Apotheken ihre Türen dauerhaft. Zudem droht vielen Regionen in Deutschland einer Studie* zufolge bis 2040 ein Hausärzte-Mangel. Betroffen sind vor allem der ländliche Raum und Kleinstädte, auch in Baden-Württemberg. „Hier beobachten wir Besitzstandswahrung, der Muskel der Innovationsfähigkeit ist auch durch die starke Regulatorik in Deutschland im Gesundheitsbereich nicht besonders gut entwickelt“, sagte Christoph Werner, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung.
Ein wichtiges Anliegen von dm ist die Bewältigung einer Vielzahl neuer europäischer Vorgaben, die Unternehmen innerhalb kurzer Zeit umsetzen müssen. Dazu zählen insbesondere Regelungen zu Produktkennzeichnungen und Verpackungen. Der damit verbundene administrative Aufwand sowie mögliche finanzielle Risiken bei Nichteinhaltung stellen den Einzelhandel vor erhebliche Herausforderungen. Insbesondere mit Blick auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft von Verpackungen fordert dm von der Gesetzgebung die Einbeziehung bewährter Marktmechanismen, klarere Auslegungen der gesetzlichen Anforderungen und ausreichende Aufbrauchsfristen.
Darüber hinaus diskutierte die Gesprächsrunde die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die spezifischen Herausforderungen für in Baden-Württemberg ansässige Unternehmen sowie innovative Ansätze zur Weiterentwicklung des Landes. „Die zentrale Herausforderung für Baden-Württemberg besteht darin, die Balance zwischen ökologischen Anforderungen und wirtschaftlicher Dynamik zu finden, ohne dabei Innovationen zu bremsen oder die oft mittelständisch geprägten Unternehmen durch überbordende Bürokratie zu belasten“, so Christoph Werner.
*Spotlight Gesundheit: Hausärztliche Versorgung der Zukunft, Oktober 2025